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Online-Fachtagung "Worte helfen Frauen" am 27.09.2022

Save the Date!
Gleichstellungsbeauftragte, Mitarbeitende aus Fachbehörden (z.B. Gesundheits-, Ordnungsämter) und Arztpraxen, die Frauen in Not Beratung und Hilfeleistungen anbieten - insbesondere Frauen ohne Papiere und Prostituierte - sind herzlich zur kommenden Fachtagung des Projektes "Worte helfen Frauen" eingeladen:

27.09.2022, 10:00 bis 15:30 Uhr, online
"Beratungen mit Übersetzung - Zielgruppenorientierte
Bedarfe von Frauen ohne Papiere und von Prostituierten"

Es erwarten Sie interessante und kompetente Referentinnen und Referenten zu den Themen: Sprachmittlung im Beratungskontext, Prostituierte als Zielgruppe von Beratung, Frauen ohne Papiere als Zielgruppe von Beratung. Zu Gast ist unter anderem die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Daniela Behrens. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Kontakt: Projekt-Team "Worte helfen Frauen", Rabia Kuru, Telefon (0511) 33 65 06 34, kuru@guv-ev.de

Videos als Beratungshilfe für Geflüchtete aus der Ukraine

Die Deutsche Aidshilfe hat in Zusammenarbeit mit der BzgA zehn Videos erstellt, um die Beratungsarbeit für geflüchtete Menschen aus der Ukraine zu erleichtern. Die Videos geben Antworten auf die wichtigsten Fragen hinsichtlich des Aufenthalts, gesundheitlicher Versorgung und gesellschaftlicher Aspekte. Zu den Themenaspekte gehören das Leben mit HIV und/oder Tuberkulose, queeres Leben, Drogenkonsum und Substitution sowie Sexarbeit und geflüchtete Menschen ohne ukrainischen Pass. www.aidshilfe.de

Niedersachsen: Rund 2.200 Personen im Jahr 2020 als Prostituierte angemeldet

Am Jahresende 2020 waren in Niedersachsen 2.214 Personen bei den Behörden als Prostituierte gemeldet. Diese Personen verfügten über eine gültige Anmeldebescheinigung gemäß dem Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG). Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) weiter mitteilte, bedeutet dies einen Rückgang um 37% gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang dürfte im Wesentlichen auf das weitgehende Prostitutionsverbot im Zuge der Corona-Pandemie zurückzuführen sein. 81% der gemeldeten Prostituierten hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit. In Niedersachsen gab es im Berichtsjahr 303 Prostitutionsgewerbe, für die am Jahresende eine gültige Erlaubnis vorlag. In den meisten Fällen handelte es sich hierbei um Prostitutionsstätten beziehungsweise Bordelle. Des Weiteren wurden 38 Prostitutionsfahrzeuge (Love Mobile) und 3 Prostitutionsvermittlungen zur Statistik gemeldet.

Weiterführende Daten und Informationen zur legalen Prostitution in Niedersachsen erhalten Sie auf der Internetseite des Fachbereichs Soziale Sicherung auf der Homepage des LSN: statistik.niedersachsen.de/prostitution-niedersachsen.

Sexarbeit und Corona

Mit der Einhaltung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen reduzieren Sexarbeitende das Risiko für eine Corona-Infektion. Auch Kundinnen und Kunden müssen sich an die geltenden Regeln halten. Die Deutsche Aidshilfe stärkt das Gesundheitsverhalten der Sexarbeitenden. Die wichtigsten Fakten zu Corona und Covid-19 werden auf der Website der Deutschen Aidshilfe zusammengefasst und mit Kontaktangaben zu wichtigen Adressen und Beratungsstellen ergänzt. Die Informationen sind dort auch in den Sprachen Englisch, Spanisch, Bulgarisch und Ungarisch zu finden. www.aidshilfe.de/sexarbeit-corona Außerdem können kostenlose mehrsprachige Broschüren zum Thema bestellt werden unter www.aidshilfe.de/shop/sexarbeit-corona

Corona: Informationen zum Infektionsschutz in vielen Sprachen

Hinweise zur Infektionsgefahr mit dem Coronavirus gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in kostenlosen Online-Tutorials. Die wichtigsten Regeln für den Schutz der eigenen Gesundheit werden beschrieben. Die Informationen stehen in 13 Sprachen zur Verfügung. Es geht um die vorbeugende Maßnahmen und das richtige Handeln für den Fall, dass Krankheitssymptome wie Husten, Fieber oder Atemnot auftreten. openwho.org
Auch das Ethno-Medizinische-Zentrum e.V. hat mehrsprachige schriftliche Infos zum Coronavirus zum Download eingestellt.
corona-ethnomed.sprachwahl.info-data.inf

Broschüre zum Prostituiertenschutzgesetz

Informationen zum Prostituiertenschutzgesetz in Niedersachsen liegen auch in Form einer Broschüre vor. Enthalten sind alle Regelungen für Prostituierte sowie Betreiberinnen und Betreiber von Prostitutionsstätten. Darüber hinaus sind Adressen und Kontakte zu Beratungsstellen aufgenommen. Die Broschüre Prostituiertenschutzgesetz in Niedersachsen steht hier zum Download zur Verfügung und kann auch kostenfrei auf der Website des Niedersächsischen Sozialministeriums als Druckausgabe bestellt werden.

Das Prostituiertenschutzgesetz

Um Frauen und Männer besser vor Menschenhandel und Zwangsprostitution zu schützen und um die Situation der Prostituierten zu verbessern, ist am 1. Juli 2017 das Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen (Prostituiertenschutzgesetz-ProstSchG) in Kraft getreten. Ziel des bundesweiten Gesetzes ist es, das sexuelle Selbstbestimmungsrecht von Prostituierten zu stärken und Grundlagen für bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Das Gesetz soll darüber hinaus helfen, gefährliche Erscheinungsformen der Prostitution zu verdrängen und Kriminalität in der Prostitution, dazu gehören z.B. Menschenhandel, Gewalt und Ausbeutung von Prostituierten, zu bekämpfen.

Kernelemente des Gesetzes

  • für Prostituierte die Einführung einer Anmeldepflicht und einer verbindlichen gesundheitlichen Beratung
  • für Prostitutionsgewerbe die Einführung einer Erlaubnispflicht

Die Erlaubnis für den Betrieb eines Prostitutionsgewerbes ist an die Erfüllung bestimmter Mindestanforderungen und an die persönliche Zuverlässigkeit des Betreibers oder der Betreiberin gebunden. Betreiber werden durch die neuen Regelungen stärker in die Verantwortung genommen und müssen bei Gesetzesverstößen mit empfindlichen Sanktionen rechnen.

Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes

Die Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes fällt in die Verantwortung der Bundesländer; die Länder bestimmen auch, welche Behörden für die Umsetzung vor Ort zuständig sind. In Niedersachsen sind die Region Hannover, die Landkreise und die kreisfreien Städte zuständig.

Für die Erstellung von Informationen zum ProstSchG kann eine umfangreiche Materialiensammlung auf der Website des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) genutzt werden, die laufend ergänzt wird. Link zur Materialiensammlung des BMFSFJ

Kontakt für Informationen zum Prostituiertenschutzgesetz: InfoProstSchutzG-NI@ms.niedersachsen.de