Im Corona-Jahr 2020 rund 2.200 Personen in Niedersachsen als Prostituierte angemeldet

Am Jahresende 2020 waren in Niedersachsen 2.214 Personen bei den Behörden als Prostituierte gemeldet. Diese Personen verfügten über eine gültige Anmeldebescheinigung gemäß dem Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG). Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) weiter mitteilte, bedeutet dies einen Rückgang um 37% gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang dürfte im Wesentlichen auf das weitgehende Prostitutionsverbot im Zuge der Corona-Pandemie zurückzuführen sein.

Insgesamt 1.792 Personen (81%) der gemeldeten Prostituierten hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit. Die meisten Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit kamen aus Europa (1.638 Personen). Am häufigsten besaßen diese Prostituierten eine rumänische (672 Personen) oder eine bulgarische (410 Personen) Staatsangehörigkeit.

Außerdem gab es in Niedersachsen in dem Berichtsjahr 303 Prostitutionsgewerbe für die am Jahresende eine gültige Erlaubnis vorlag. In den meisten Fällen handelte es sich hierbei um Prostitutionsstätten beziehungsweise Bordelle (262). Des Weiteren wurden 38 Prostitutionsfahrzeuge (Love Mobile) und 3 Prostitutionsvermittlungen zur Statistik gemeldet.

Seit 2017 werden nach dem Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) beziehungsweise der Prostitutions-Statistikverordnung (ProstStatV) Daten zur legalen Prostitution in Deutschland erfasst. Weiterführende Daten und Informationen zur legalen Prostitution in Niedersachsen erhalten Sie auf der neugestalteten Internetseite des Fachbereichs Soziale Sicherung auf der Homepage des LSN: statistik.niedersachsen.de/prostitution-niedersachsen.


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