Sexarbeit und Corona

Mit der Einhaltung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen reduzieren Sexarbeitende das Risiko für eine Corona-Infektion. Auch Kundinnen und Kunden müssen sich an die geltenden Regeln halten. Die Deutsche Aidshilfe stärkt das Gesundheitsverhalten der Sexarbeitenden. Die wichtigsten Fakten zu Corona und Covid-19 werden auf der Website der Deutschen Aidshilfe zusammengefasst und mit Kontaktangaben zu wichtigen Adressen und Beratungsstellen ergänzt. Die Informationen sind dort auch in den Sprachen Englisch, Spanisch, Bulgarisch und Ungarisch zu finden. www.aidshilfe.de/sexarbeit-corona Außerdem können kostenlose mehrsprachige Broschüren zum Thema bestellt werden unter www.aidshilfe.de/shop/sexarbeit-corona

Corona: Informationen zum Infektionsschutz in vielen Sprachen

Hinweise zur Infektionsgefahr mit dem Coronavirus gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in kostenlosen Online-Tutorials. Die wichtigsten Regeln für den Schutz der eigenen Gesundheit werden beschrieben. Die Informationen stehen in 13 Sprachen zur Verfügung. Es geht um die vorbeugende Maßnahmen und das richtige Handeln für den Fall, dass Krankheitssymptome wie Husten, Fieber oder Atemnot auftreten. openwho.org
Auch das Ethno-Medizinische-Zentrum e.V. hat mehrsprachige schriftliche Infos zum Coronavirus zum Download eingestellt.
corona-ethnomed.sprachwahl.info-data.inf

Ende 2019 rund 40.400 Prostituierte bei Behörden angemeldet

Ende 2019 waren bei den Behörden in Deutschland rund 40.400 Prostituierte nach dem Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) gültig angemeldet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatten 2.170 Prostitutionsgewerbe eine erteilte oder vorläufige Erlaubnis nach dem seit 1. Juli 2017 geltenden Gesetz. Die Statistik beinhaltet die Anmeldungen und Erlaubnisse auf Basis des ProstSchG. Nicht angemeldete Gewerbe und Prostituierte werden in der Statistik nicht erfasst.  weiterlesen …

Broschüre zum Prostituiertenschutzgesetz

Prostituiertenschutzgesetz-Broschuere-NdsInformationen zum Prostituiertenschutzgesetz in Niedersachsen sind nun auch in Form einer Broschüre abrufbar. Enthalten sind alle neuen Regelungen für Prostituierte sowie Betreiberinnen und Betreiber von Prostitutionsstätten. Darüber hinaus sind Adressen und Kontakte zu Beratungsstellen aufgenommen. Die Broschüre ist als pdf-Datei hier abrufbar und kann kostenfrei auf der Website des Niedersächsischen Sozialministeriums als Druckausgabe bestellt werden.

Niedersachsen | Prostituierte erhalten in den Kommunen eine Gesundheitsberatung - Bordelle benötigen Zulassung

Die Landkreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen sind Anlaufstellen für Prostituierte, die eine Gesundheitsberatung erhalten und ihre Tätigkeit anmelden müssen. Eine entsprechende Verordnung, mit der diese Zuständigkeit auf die Kommunen übertragen wird, hat die niedersächsische Landesregierung beschlossen. Die Kommunen erteilen demnach auch die Konzessionen für Bordellbetriebe. Für die Prüfung und Erteilung einer Betriebserlaubnis können sie Gebühren erheben. Niedersachsen setzt damit das Prostituiertenschutzgesetz um. Begründet wird das Gesetz damit, dass Prostituierte allzu oft Opfer von Gewalt, Ausbeutung und Menschenhandel sind. Ziel ist es, den Schutz, die Arbeitsbedingungen und die Selbstbestimmung von Prostituierten deutlich zu verbessern und kriminellen Organisationen wie beispielsweise Rockerbanden das Handwerk zu legen.  weiterlesen …

Das Prostituiertenschutzgesetz

Um Frauen und Männer besser vor Menschenhandel und Zwangsprostitution zu schützen und um die Situation der Prostituierten zu verbessern, ist am 1. Juli 2017 das Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen (Prostituiertenschutzgesetz-ProstSchG) in Kraft getreten. Ziel des bundesweiten Gesetzes ist es, das sexuelle Selbstbestimmungsrecht von Prostituierten zu stärken und Grundlagen für bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Das Gesetz soll darüber hinaus helfen, gefährliche Erscheinungsformen der Prostitution zu verdrängen und Kriminalität in der Prostitution, dazu gehören z.B. Menschenhandel, Gewalt und Ausbeutung von Prostituierten, zu bekämpfen.

Kernelemente des Gesetzes

  • für Prostituierte die Einführung einer Anmeldepflicht und einer verbindlichen gesundheitlichen Beratung
  • für Prostitutionsgewerbe die Einführung einer Erlaubnispflicht.

Die Erlaubnis für den Betrieb eines Prostitutionsgewerbes ist an die Erfüllung bestimmter Mindestanforderungen und an die persönliche Zuverlässigkeit des Betreibers oder der Betreiberin gebunden. Betreiber werden durch die neuen Regelungen stärker in die Verantwortung genommen und müssen bei Gesetzesverstößen mit empfindlichen Sanktionen rechnen.

Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes
Die Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes fällt in die Verantwortung der Bundesländer; die Länder bestimmen auch, welche Behörden für die Umsetzung vor Ort zuständig sind. In Niedersachsen sind die Region Hannover, die Landkreise und die kreisfreien Städte zuständig.

Für die Erstellung von Informationen zum ProstSchG kann eine umfangreiche Materialiensammlung auf der Website des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) genutzt werden, die laufend ergänzt wird. Link zur Materialiensammlung des BMFSFJ

Kontakt für Informationen zum Prostituiertenschutzgesetz: InfoProstSchutzG-NI@ms.niedersachsen.de